Geschichte des Cheersports in der Schweiz
1991 wurden in der Schweiz die ersten Cheersport-Teams gegründet. Nur fünf Jahre später wurde beim American-Football-Finale 1996 (Swiss Bowl) der erste Versuch eines inoffiziellen nationalen Wettbewerbs unternommen. Damals fand der ganze Wettbewerb in der Halbzeitpause eines American-Football-Spiels statt.
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Die erste offizielle nationale Meisterschaft wurde 2002 in Egg, Zürich, ausgetragen. Aber erst 2007 wurde unser heutige Dachverband gegründet, der damals noch „CCVS“ (Cheerleading und Cheerdance Verband Schweiz) hiess. Seither werden die Schweizer Meisterschaften jährlich in wechselnden Städten ausgetragen. Der SCA vergibt nicht nur Trophäen an die Siegerteams, sondern auch eine Chance auf internationalen Ruhm: die Qualifikation für die Europameisterschaften (durch ECU).
Im Jahr 2022 wird Cheerleading und der SCA von Swiss Olympic offiziell als Sportart in der Schweiz anerkannt.
Im Laufe der Jahre wuchs der Cheerleading-Sport in der Schweiz von einigen wenigen Teams (von denen viele mit anderen Sportteams verbunden waren) auf mehr als 25 Vereine im ganzen Land mit insgesamt über 1500 Athletinnen und Athleten. Heute gibt es in fast allen grösseren Städten ein Cheersportprogramm.
Geschichte des Cheersports weltweit
Cheerleading war ursprünglich die Aktivität, bei der die Teilnehmer (Cheerleader genannt) ihr Team anfeuern, um es zu unterstützen. Es kann vom Singen von Slogans bis zu intensiver körperlicher Betätigung reichen. Es kann zur Motivation von Sportteams, zur Unterhaltung des Publikums oder für Wettkämpfe durchgeführt werden. Mit den Jahren hat sich das Cheerleading weiterentwickelt zu einer international anerkannten Sportart, obwohl die Ursprünge bis heute Teil der dargebotenen Choreographien (Routine) sind.
Cheersport-Routinen dauern in der Regel zwischen einer und drei Minuten und enthalten Elemente wie Bodenturnen, Tanz, Pyramiden, Akrobatik (Stunts) und Anfeuerungsrufe.
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Der Cheersport gilt als eine der Sportarten mit der höchsten Rate an katastrophalen Verletzungen bei AthletInnen, wobei die meisten Verletzungen mit den Stunts und Pyramiden in Verbindung gebracht werden.
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1898: Erstes Auftreten von Cheerleading an der Universität von Minnesota. Johnny Campbell suchte nach einer Möglichkeit, die Football-Mannschaft zu motivieren, die im Begriff war, das Spiel zu verlieren. Er stand auf und begann, das Publikum mit zu motivieren sein Team anzufeuern. Campbell gründete die „Yell Captains“ - eine Gruppe von 6 Männern, die das Publikum und das Team regelmässig anfeuerten. Das erste Cheerleading-Team war geboren.
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1920er Jahre: Mehr als zwanzig Jahre später traten die ersten Frauen aufgrund ihrer körperlichen Attraktivität und Sportlichkeit den Cheerleading-Teams bei.
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1940er Jahre: Weitere zwanzig Jahre später übernahmen Frauen das Cheerleading, weil viele Männer für den Zweiten Weltkrieg eingezogen wurden. Der Sport wurde überwiegend von Frauen betrieben. Im Jahr 1949 wurde die National Cheerleading Association (NCA) gegründet. Und ein paar Jahre später wurde das professionelle NFL Cheerleading gegründet.
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1960er Jahre: Die ersten Cheerleading-Wettbewerbe werden in den Vereinigten Staaten ausgetragen. Und zehn Jahre später ist Cheerleading als Sportart in fast jeder Schule in den USA zu finden. PeeWee- und Junior-Teams werden gegründet. Bis 1975 gibt es in den USA etwa 500'000 aktive Cheerleader.
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1980er Jahre: Modernes Cheerleading beginnt, indem schwierige Stunts und Gymnastik in die Routinen eingebaut werden. Die ersten Teams, die keiner Schule angehören, treten auf (All Star Gyms). Cheerleading findet seinen Weg in andere Länder ausserhalb der USA.
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2004: Unser Dachverband, die International Cheer Union (ICU), wird gegründet. Fünf Jahre später nimmt das erste Schweizer Team an der ICU World Cheerleading Championship teil. Unter dem neuen Verband CCAS (Cheerleading and Cheerdance Association Switzerland).
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2021 zählt die ICU 116 Mitgliederverbände und vertritt 7,5 Mio. AthletInnen. Die ICU erhält die volle Anerkennung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).